Weihrauch als Räucherwerk

Warum und wie räuchert man mit Weihrauch?

Weihrauchgefäß

Der Begriff Weihrauch kommt aus dem mittel- bzw. althochdeutschen "wī(h)rouch" und bedeutet so viel wie "heiliger Rauch". Schon im alten Ägypten diente der Weihrauch als Räucherwerk. Es war ein Zeichen der Huldigung. Im altägyptischen Totenkult war man überzeugt, dass es eine bannende Wirkung gegen die Macht des Todes hat. Zusätzlich verdrängte es den Kloakengestank.

Heute ist der Geruch des Weihrauchs vielen bekannt aus den Gottesdiensten der katholischen Kirche. Symbolisch steht der Weihrauch in der katholischen Kirche für Reinigung, Verehrung und Gebet.
In mehreren Bibeltexten ist die Rede davon, dass der Weihrauch das zu Gott aufsteigende Gebet der Gläubigen darstellt.

Auch Privat wird heute öfters Weihrauch als Räucherwerk verwendet. Es gibt viele Mischungen zu kaufen, meist enthalten diese jedoch nicht nur den reinen Weihrauch. Sie sind oft mit anderen Räucherharzen (u.a. Myrrhe, Copal, Zistrose), ätherischen Ölen und Blüten versetzt. Auch in der Kirche werden meist Mischungen verwendet. Das Unwohlsein, das der Geruch manchen Menschen in Gottesdiensten verursacht, kann daher auch von den Beimengungen kommen und liegt meistens nicht am Weihrauch selbst.

Weihrauchharz

Jede Weihrauchsorte hat ihren eigenen Duft beim Verbrennen bzw. Räuchern. Auch in der Aromatherapie wird Weihrauch als Räuchermittel angewendet. Es soll zugleich belebend und entspannend wirken. Dadurch soll es helfen, das innere Gleichgewicht (wieder) zu erlangen.

Weihrauch sollte nur auf einer glimmenden Räucherkohle und in entsprechenden feuerfesten Gefäßen verräuchert werden. Mit Kohle werden entsprechend hohe Temperaturen erreicht, andernfalls können ggf. schädliche Stoffe entstehen.