Gold, Weihrauch und Myrrhe – 3 Geschenke der Heiligen drei Könige

Weihrauch? Weihnachten! Eine Assoziation, die in vielen Köpfen fest verankert ist. Doch woher kommt das?

In der Bibel wird im Evangelium nach Matthäus erzählt, dass die Heiligen 3 Könige dem Stern von Bethlehem folgen, der sie zur Krippe in den Stall nach Bethlehem führt. Die drei Weisen aus dem Morgenland huldigen dem neugeborenen Kind und der Mutter und bringen ihm Geschenke, nämlich Gold, Weihrauch und Myrrhe dar. Nach einer himmlischen Offenbarung treten sie den Heimweg an, um dem Zorn des Königs Herodes nicht zum Opfer zu fallen.

Auch heute ist der Tag der hl. 3 Könige („Dreikönigstag“ am 6. Januar) noch in vielen Bundesländern ein Feiertag und die Sternsinger ziehen von Haus zu Haus, um das Haus zu segnen und vor Unheil zu bewahren. Dabei wird auf den Türrahmen die jeweilige Jahreszahl, 3 Kreuze und die Anfangsbuchstaben eines Segensspruchs geschrieben, nämlich „C M B“ (Christus mansionem benedicat = Christus segne dieses Haus). Manchmal wird diese Abkürzung auch mit den Initialen der Namen der heiligen drei Könige in Verbindung gebracht: Caspar, Melchior und Balthasar.

Nicht nur die Bedeutung der Namen der hl. 3 Könige ist dabei sehr interessant, sondern auch die wiederkehrende Zahl 3, die sich auch in der Anzahl der Geschenke widerspiegelt. Die Zahl 3 gilt bei vielen Völkern und Religionen als heilige Zahl.

Caspar stammt aus dem Persischen und bedeutet „Schatzmeister“.
Melchior kommt aus dem Hebräischen und bedeutet „König des Lichts“.
Balthasar wird auch aus dem Hebräischen abgeleitet und mit „Gott wird helfen“ oder „Gott schütze den König“ übersetzt.

Ähnlich symbolträchtig wie die Namen der 3 Weisen aus dem Morgenland sind auch die Geschenke, die sie dem Jesuskind mitbringen: Gold, Weihrauch und Myrrhe.

Gold ist dabei ein Zeichen für die Huldigung. Der Messias wird mit einem der kostbarsten Güter dieser Erde geehrt, das Königen gebührt. Myrrhe, ein sehr bitteres Baumharz, steht zu einem für eine heilende Wirkung, zum anderen stellt es aber auch die Verbindung zum Tod her, da sie bei der Einbalsamierung zum Einsatz kommt und schon so den Tod Christi andeutet.
Das wertvolle Weihrauchharz, der auch Gottesduft genannt wird, verweist auf die Göttlichkeit des Jesuskindes. Weihrauch wurde nicht nur als Opfergabe dargebracht, sondern galt gleichsam als Duft, der die Gottheit sinnesmäßig erfahrbar macht und somit auch Dämonen entgegenwirkt.

In vielen Gegenden ist es daher bis heute Brauch in den zwölf „Rau(c)hnächten“, das sind die Nächte zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag das Haus zu räuchern, um es vor Bösen zu bewahren.
Der 6. Januar wurde im Mittelalter auch der Dreizehnte genannt also der dreizehnte Tag nach den 12 Nächten. Die Zahl 13 wurde damals wie heute mit Unglück assoziiert – deshalb bot sich der 6. Januar besonders an, alles dafür zu tun, um sich vor Unheil zu schützen (z. B. Räuchern in den 12 Nächten davor und das Haus mit dem Segensspruch zu schützen).